Die Geschichten zu den
einzelnen Umbauphasen
kannst Du hier nachlesen.
Der Rahmen meiner VT wurde mehrfach modifiziert. Angefangen hat es mit dem Lenkkopfschloss, welches entfernt und dessen
Befestigungsbohrung verschweißt wurde. Danach wurden die Lenkanschläge entfernt und durch neue, selbst gefertigte Exemplare,
ersetzt (hätte sonst mit den neuen Gabelbrücken nicht so gut gepasst). Die Aufnahme des
Seitenständers wurde ebenfalls brutal mit der “Feuerfeile” entfernt & gegen eine eigene
Ausgetauscht. Das Hilfsheckgestell wurde demontiert & das Rahmenheckgestell wurde abgetrennt.
Zur Stabilisierung des Rahmens wurde eine neue Querstrebe eingeschweißt, die nicht nur für
ausreichend stabilität sorgt, sondern auch noch als Aufnahme für die hinteren Blinker & den Sitz
dient.
Zu guter letzt wurden einige Bohrungen, wie z.B. der Aufnahme der Schwingenachse, oder der
Federbeinaufnahme eingeebnet. Unter der Sitzfläche wurde eine Blechplatte eingeschweißt, um eine
Verstaumöglichkeit für die Elektrik zu schaffen. In diesem Zwischenraum tummeln sich nun so die
CDI, die Elektronikbox und einige Relais & Sicherungen. Sämtliche, sichtbare, Schweißnähte wurden eigens verzinnt & verschliffen, um
eine noch cleanere optik zu erreichen. Gleiches gilt auch für die Schwinge.
Am auffälligsten ist wohl der mit der Schwinge verschweißte Heckfender. Der Fender wurde mittels
selbst gefertigter Strut’s verschweißt & ist somit auf ewig mit der Schwinge verbunden.
Zweit auffälliges Merkmal ist wohl die Schwingenverlängerung, die aus rein optischen Gründen ganz
einfach angeschweißt wurde. Die Absätze um die Hinterachsaufnahme wurden verschliffen & durch
polierte Edelstahlplatten ersetzt. Das hat gleich zwei Vorteile. Zum einen bleibt der Lack bei
Montage & Demontage unversehrt, zum anderen wird die Optik aufgebessert. In den plättchen ist
natürlich auch wieder die Skala eingraviert, um das Hinterrad auszurichten. Die Aufnahmen für das Fderbein wurden verstärkt, da
durch die eingeschränkte Federung nun mehr Last auf die Aufnahme geht. Ebenfalls wurde noch eine kleine Aufnahme für den Sensor
des Tachos in die Schwinge geschweiß. Hierbei ist es nun möglich den Sensor nach dem Verschieben des Hinterrrades nachzujustieren.
Die Kabel für das seitliche Kennzeichen laufen ebenfalls durch die Schwinge.
Das erste Jahr blieb das Federbein unangetastet, da wichtigere Arbeiten anstanden. Beim zweiten Umbau haben mein Kumpel Torsten
& ich die Dinger kurzfristig gegen selbst gefertigte, verstellbare Starrlegungssätze getauscht. Resultat; saugeile tiefe Optik,
saumäßiger Fahrkomfort, da keine Federung mehr vorhanden. Ergo wurden die Dinger nach kürzester Zeit wieder rausgeworfen & durch
Originalfederbeine ersetzt, die eine 90mm Tieferlegungskur hinter sich gebracht hatten.
Durch die Tieferlegung wird eine extrem flache Linie geschaffen, der Fahrkomfort hält sich in Grenzen. “Low for show” ist hier das
Motto, was aber eben auch heißt, dass ich in Linkskurven extrem aufpassen muss, dass mich der Seitenständer nicht aushebelt. In
Rechtskurven schlaift auch schon mal der schöne Auspuff. Die Arbeiten am Federbein hat
Sl-Custombike schnell & mit Gutachten
erledigt.
Als der Heckumbau anstand überlegte ich, die einzelnen Teile des Federbeins zu verchromen. Mein Kumpel Torsten setzte mir jedoch
den Floh ins Ohr, dass man die Einzelteile des Federbeins ja auch selbst bauen & polieren könne. Gesagt, getan. Nach dem Zerlegen
habe ich die einzelnen Teile vermessen & neu designed. Die Verstellung der Federrate ist nun nicht mehr möglich. Jedoch sieht man vom
Stoßdämpfer dank poliertem Edelstahlcover nichts mehr. So glänzt das gute Stück nun im freigeräumten Rahmendreieck und erfreut
sich am frischen Fahrtwind.